Amalgam ist der Oberbegriff für Legierungen von Quecksilber mit anderen Metallen und
auch heute noch als Füllungsmaterial in fast aller Munde. Die Quecksilberabgabe ist zwar
relativ gering- aber stetig- und auch von der Art und Häufigkeit der Nahrungsaufnahme
abhängig, doch im Laufe der Jahre nicht unerheblich.
Quecksilber gelangt durch die Zähne in den Kieferknochen und über Kiefer, Zahnfleisch und
Mundschleimhaut sowie Speichel, Nerven, Ganglien und Blutgefäße (im Blut nur kurze Zeit
nachweisbar) in das Gehirn und den ganzen Körper. In Abhängigkeit von Zahl und Größe
der Füllungen bleibt Quecksilber dort über Jahre nachweisbar (Halbwertszeit Quecksilber =
20 Jahre, zum Vergleich Methylquecksilber aus Nahrungsmitteln wie Fisch = 70 Tage). Es
regt den Peroxidstoffwechsel an und es bilden und sammeln sich „freie Radikale“, da die zu
ihrem Abbau bestimmten Enzyme blockiert werden. Absinken des Vitamin- und
Mineralstoffspiegels sind die Folge, Unverträglichkeiten, Allergien bis hin zu
Autoimmunerkrankungen und Tumore können entstehen. Da Schwermetalle sich
vorwiegend im Fettgewebe ansammeln, ist auch besonders das Gehirn betroffen.
(Depressionen, Migräne u. a.)
Eine Schwangere gibt ca. 60% des in ihrem Körper befindlichen Amalgams über die
Plazenta ihrem Kind ab. Auch in der Muttermilch findet sich eine nicht unerhebliche Menge
des Schwermetalls.
Im Einzelfall kann sich die Belastung durch Amalgam hinter unterschiedlichen
Krankheitsbildern verbergen. Auch wenn sie vielleicht nicht immer die alleinige Ursache ist,
so ist sie doch an einer Vielzahl der chronischen Erkrankungen zumindest als Mitursache
beteiligt.
Ausleitung der Schadstoffe
Bei einer Zahnsanierung, also einer Entfernung der Amalgamfüllungen ist eine Ausleitung
der Schadstoffe als Begleittherapie notwendig.
In Abhängigkeit von Größe und Anzahl der Füllungen sollten schon ca. zwei bis vier
Wochen vor Beginn der Entfernung die körpereigenen Entgiftungsmechanismen stimuliert
werden und eine Stabilisierung der ausleitenden Organe erfolgen (Lymphe, Leber, Niere,
Darm). So kann die zu erwartende Belastung durch die Schwermetallausleitung
kompensiert werden.
Dazu werden verschiedene erprobte, pflanzliche und homöopathische Mittel, die jeweils auf
die Situation des Patienten und dessen gesundheitliche Vorgeschichte zugeschnitten sind,
verwendet.
Während der Entfernung des Amalgams begleiten pflanzliche Präparate (Bärlauch, Algen, zum Abschluss Koriander-nach der Entfernung-da er die Blut Hirnschranke öffnet) die Ausscheidung. Auch nach Beendigung der Sanierung, wenn der Quecksilbernachschub gestoppt ist, sollten noch einige Wochen begleitende Therapeutika eingenommen werden.
Da auch Mikronährstoff- und Vitaminmangel eine Schwermetallausleitung behindern, sollte eine Beratung über basenreiche, knochenstoffwechselfreundliche Ernährung erfolgen. Je nach Belastung des einzelnen Patienten und zeitlichem Rahmen der Amalgamentfernung kann die Behandlung bis zu vier Monaten, oft auch länger andauern.
Falls Sie nicht in heilpraktischer Behandlung sind, können wir Sie gerne bei der Suche nach einem auch zahnmedizinisch erfahrenen Heilpraktiker unterstützen, der Sie bei der Zahnsanierung begleitet.
