Bei der Amalgamentfernung werden die meisten Fehler begangen. Üblicherweise wird der Zahnarzt, da er über die Schwermetallproblematik nicht Bescheid weiß (nicht Universitätslehrmeinung), die Füllung ohne jegliche Schutzmaßnahmen einfach heraus bohren. Dabei entsteht jedoch eine sehr große Menge an hochgiftigem, anorganischem Quecksilberdampf (Hg0). Es ist nicht selten, dass
Patienten nach eben so einer routinemäßigen Amalgamentfernung mit neurologischen Beschwerden, chronischer Müdigkeit, Gelenk- und Muskelbeschwerden oder anderen, neu hinzugekommenen Symptomen reagieren. Zudem werden die Schwermetalle, zu den schon im Körper vorhandenen, angesammelt.
Aus diesem Grund ist die Entfernung der Amalgam Füllungen unter absoluten Schutzmaßnahmen unabdingbar.
Kofferdamm
Gummischutztuch – Schutz vor Spänen und Fragmenten
Kofferdamm ist ein gummiartiges Tuch aus Latex oder einem ähnlichen Material. Er wird über die zu behandelnden Zähne gestülpt und dichtet den Mund zum Rachen hin ab. Er hat zwei Aufgaben: Einmal soll er den Mund so nach hinten abdichten, dass keine herausgebohrten Amalgamteile verschluckt werden. Zum anderen soll er sog. Amalgam-Tätowierungen verhindern. Diese entstehen, wenn Amalgamteilchen, die durch das Bohren herausgeschleudert werden, in die Schleimhaut eindringen und sich dort allmählich auflösen.
Clean-Up Sauger
zusätzlicher Schutz vor Quecksilberdampf
Eine kleine Plastikkappe, welche an den Sauger angeschlossen ist, wird über den Zahn gestülpt. Die Belastung mit Quecksilberdämpfen beim Ausbohren wird so um den Faktor 100 reduziert.
Vorsichtiges Ausbohren
mit niedriger Drehzahl um giftige Quecksilberdämpfe zu vermeiden
Damit möglichst wenig Quecksilberdampf entsteht, darf der Bohrer keine zu hohen Drehzahlen haben. Wir verwenden deshalb keine sog. Turbine mit bis zu 450.000 Umdrehungen pro Minute, sondern ein sog. Schnellläufer-Winkelstück, dessen maximale Drehzahl bei ca. 200.000 pro Minute liegt. Zusätzlich werden beim Ausbohren spezielle Hartmetallfräsen verwendet, die das Metall nicht fein verschleifen, sondern grob herausfräsen.
IQ AIR Dental Hg – Luftreiniger
ein zusätzlicher Schutz
Damit Sie während der Amalgam-Entfernung keinen Quecksilberdampf einatmen, verwenden wir einen speziellen Luftreiniger – den IQ Air Dental Hg. Dieser wird mit einem flexiblen Absaugrohr in die Nähe des Behandlungsfeldes aufgestellt und saugt während der Behandlung die schädlichen Quecksilberdämpfe/ Partikel ab und bindet sie umgehend in den Aktivkohlefiltern des Gerätes. Auf eine Sauerstoffbeflutung verzichten wir, da dieser die Blut-Hirn-Schranke öffnet und so die gefährlichen Amalgampartikle ungehindert in Ihr Gehirn wandern können.
Nasenschutzmaske mit Gold beschichtet
fängt Quecksilberdämpfe ab
Goldbedampfte Atemschutzmaske. Als zusätzliche Maßnahme wird eine spezielle Atemschutzmaske über der Nase befestigt. Sie ist außen mit Gold bedampft. Dieses Gold bindet bis zu 99 % des Quecksilbers in der Atemluft. Mit einer solchen Maske schützen auch wir uns als Behandler vor den Quecksilberdämpfen. Obwohl diese Atemschutzmasken wegen des Goldgehaltes sehr teuer sind, verwenden wir sie aus hygienischen Gründen nur einmal pro Patient.
Lupenbrille und Vier-Augen-Kontrolle
Wenn Amalgam entfernt wird, ist es wichtig, dass es auch wirklich restlos beseitigt wird. Um keine kleinen Amalgamreste zu übersehen, arbeite ich mit einer Lupenbrille und meine Assistenz kontrolliert zusätzlich, dass nichts übersehen wurde. Vier Augen sehen mehr als zwei.
Chlorella-Algen-Einlage
nach Entfernung des Amalgams – bindet noch im Zahn vorhandenes Quecksilber
Quecksilber dringt aus den Amalgamfüllungen in das Zahnbein ein. Bestimmte Algen haben die Eigenschaft, Quecksilber an sich zu binden. Deshalb wird nach der malgamentfernung für mehrere Minuten Algen-Pulver in das Zahnloch eingebracht, damit es dieses Quecksilber aufsaugt. Danach wird es kräftig ausgesprüht und abgesaugt.
In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand werden die Zähne endgültig versorgt (Keramik oder Komposit) oder provisorisch mit Zement gefüllt (Glasionomerzementfüllung).

